Liebe ist…

 

 

Liebe ist….

… wenn man auf den anderen wartet, obwohl man nicht sicher ist, ob der andere jemals ankommen wird. Wenn man den anderen nicht loslässt, ihn hält, auch wenn eigentlich keine Hoffnung auf eine echte Bindung besteht. Wenn man daran glaubt, dass eines Tages doch noch alles gut wird. Wenn man einfach nicht aufhört, mit dem anderen zu träumen, auch wenn diese Träume vielleicht doch nur Schäume sind.

Liebe ist…

… wenn man jede gemeinsame Minute genießt und jeder Abschied schmerzt. Wenn sich keine dieser Minuten verschwendet anfühlt, auch wenn man einfach nur schweigend beeinander sitzt. Wenn ein einziger Kuss genügt, um sich gegenseitig glücklich zu machen. Wenn man sich fast schon verzweifelt liebt, weil das nächste Mal ungewiss ist.

Liebe ist…

… wenn man sich Mut macht. Wenn man den anderen unterstützt. Wenn man dem anderen einen Haustürschlüssel gibt, auch wenn man weiß, dass der andere ihn vielleicht nie benutzen wird. Wenn man dem anderen einen warmen Unterschlupf anbietet, damit er nie im Regen stehen muss. Wenn man für den anderen eine Zahnbürste und Hausschuhe kauft. Wenn man die Rufe des anderen niemals ignoriert und man ihm nie das Gefühl gibt, zu stören.

Liebe ist…

… wenn man dann zur Stelle ist, wenn der andere es braucht. Wenn man sein kaltes, leeres Zuhause mit Wärme füllt, durch eine kleine Kerze, einen heißen Kaffee oder einfach nur durch Dasein. Wenn man mit ihm Kisten schleppt, Betten zusammenschraubt und dem anderen in keiner Minute das Gefühl gibt, allein zu sein.

Liebe ist…

… wenn man sich nach all dem, was man miteinander durchgemacht hat, immer noch mag.

 

 

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Als vor drei Jahren das zweite Leben begann

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erschienen in der Pustertaler Zeitung 05/2016

 

pustertaler

Kinder, wie die Zeit vergeht… Nun ist es schon fast drei Jahre her, dass ich mich an meine erste Geschichte gesetzt habe. Was eigentlich eine Kurzgeschichte werden sollte, endete als Roman. Wem ich das zu verdanken habe, weiß es selbst ;o)

Es folgten drei Jahre, die es wirklich in sich hatten: dem „Zweiten Leben“ folgte ein recht würziger Thriller namens „Offene Rechnungen“, gleich darauf kam der ein wenig traurigere Krimi „Die Rache der Schmetterlinge“ an die Öffentlichkeit. Um der Quattrologie um das ominöse Pärchen Chris & Simone einen würdigen Schluss zu bereiten, habe ich mich an den Abenteuerroman „Die Young“ gesetzt.

Anschließend wurde es schizophren: Ich habe den Sommer 2015 in den Fängen von Anne Marschall und Susi Feldwebel verbracht. Am Ende, glaubt mir, wusste ich selbst nicht mehr so recht, auf welcher Seite ich eigentlich stehe.

Ein ordentliches Stück Arbeit steckt auch hinter den Zwillingsbrüdern Senor Ruì. Aber da das Buch gerade erst herausgekommen ist, möchte ich nicht zu sehr vorgreifen ;o)

Inzwischen habe ich aus meinen Büchern gelernt:

Erstens, dass man von seinen eigenen Projekten überzeugt sein muss.

Zweitens, dass man hier in Südtirol richtig toll unterstützt wird.

Drittens, dass man es nicht allen Recht machen kann.

Und viertens, dass es mit jedem Roman einfacher wird.

In diesem Sinne: euch allen ein großes, herzliches Dankeschön für die vergangen drei Jahre!

Ein bisschen Bio…

Ein bisschen Bio…

Geboren im Jahr 1982 in Freiburg (Deutschland), aufgewachsen in einem Städtchen namens Breisach an der französischen Grenze.

Studium als Übersetzerin und Dolmetscherin für die Sprachen Italienisch und Französisch an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

Lebt seit 2008 in Südtirol und arbeitet in Bozen als Übersetzerin.

Entdeckt ihre Leidenschaft für das Schreiben Ende 2013 und veröffentlicht seit Oktober 2014 die Romane Das zweite Leben, Offene Rechnungen, Die Rache der Schmetterlinge und Die Young bei BoD (Books on Demand Deutschland). Annes Schwester erscheint über den Verlag Twentysix (eine Zusammenarbeit zwischen BoD und der Verlagsgruppe Randomhouse) Anfang Dezember 2015.